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Besmette Stad

Marc Lunghuß

Marc Lunghuß deed mee aan de Duitstalige open oproep waarvan de opdracht luidde: formuleer een artistiek antwoord op het laatste gedicht uit Paul van Ostaijens Bezette Stad. Met 'Über ihrem Kopf' ('Boven haar hoofd'), over de nawerkingen van wat zich in de lente van 2020 voltrok, bemachtigt hij als één van de twee winnaars een plek in Besmette Stad. | Marc Lunghuß beteiligte sich an der deutschsprachigen offenen Aufforderung mit dem Auftrag, eine künstlerische Antwort auf das letzte Gedicht aus dem Gedichtband „Besetzte Stadt“ von Paul van Ostaijen zu formulieren. Mit „Über ihrem Kopf“, über die Nachwirkungen der Ereignisse im Frühjahr 2020, sicherte er sich als einer der beiden Gewinner*innen einen Platz in „Besmette Stad“ („Befallene Stadt“).
Door Marc Lunghuß op 21 feb 2022
Tekst

ÜBER IHREM KOPF

 

Eigentlich hat sie nur darauf gewartet. Wachgelegen und gewartet. Denn einschlafen kann sie nicht. Und neben ihr liegt Hans und hört mal wieder nichts. Schläft in beneidenswerter Selbstverständlichkeit, in deutscher Dumpfheit, während sie mit ihrem Feingefühl bereits seismografisch die ersten leisen Geräusche registriert, ein Feingefühl, das sie sich aus ihrer belgischen Multilingualität erklärt: sie hat für viele Sprachen ein Ohr, Hans nur für die eigene. Jetzt geht es los. Über ihr, auf dem Dachboden. Sie hat es geahnt.
Tripp, trapp.


Genau darauf hat sie gewartet. Sie schaut auf die Digitalanzeige des Weckers, der auf ihrem Nachttisch steht. Es ist halb drei. Ein Einbrecher ist es nicht. Einen solchen vermutete sie, als sie die
Geräusche zum ersten Mal hörte, ein paar Wochen ist das her. Wie gelähmt lag sie in ihrem Bett und lauschte, dreißig Minuten, vierzig, vielleicht länger, tripp, trapp, dann war es wieder still.
„Warum soll ein Einbrecher denn hier nach oben kommen?“, fragte Hans, als er mit ihr zusammen am nächsten Morgen den Dachboden untersuchte.

Als sich die Geräusche dann mehrere Nächte wiederholten, glaubte sie nicht mehr an die Einbrecherthese, denn welcher Einbrecher kehrt so oft zum Tatort zurück? Und außerdem: welcher Einbrecher lässt nichts mitgehen, sondern bringt die Dinge, die sie oben auf dem Dachboden gelagert hat, immer nur ein bisschen durcheinander?
Sie recherchierte im Internet. Und als Hans wieder in Berlin war, denn er kam immer nur an den Wochenenden zu ihr nach Antwerpen, konnte sie ihm am Telefon ein Ergebnis präsentieren:
„Ein Glis glis.“
„Ein was?“
„Ein Siebenschläfer.“

 

„Woher weißt du das?“
„Ich habe Mehl ausgestreut und darin kleine Pfotenspuren entdeckt.“
„Clever. Und jetzt?“
„Kann ich eine Lebendfalle besorgen, ihn fangen und dann irgendwo
aussetzen, weit weg von hier.“
„Klingt umständlich. Wäre Töten nicht einfacher?“
„Oder ich kann darauf hoffen, dass er sich von selbst irgendwann
zurückzieht.“
„Das kann passieren?“
„Durchaus.“
Davon hatte sie jedenfalls gelesen. Und das Glück schien tatsächlich auf ihrer Seite zu sein. In den nächsten Nächten hatte sie Ruhe. Also verzichtete sie auf eine Falle.

 

 

Erst jetzt am Wochenende geht das Spektakel wieder los. Ein Hohn, dass ein Tier, welches den Schlaf im Namen trägt, sie um eben diesen bringt. Über ihr hört sie das kleine Biest, auf dem Dachboden bewegt es sich. Nach oben zu gehen, um die verdammte Nervensäge zu verscheuchen, macht wenig Sinn. Derartige Versuche unternahm sie bereits in früheren Nächten, immer umsonst. Denn ihr Gegner ist klein und kann sich gut verstecken, sodass die Geräusche wieder da sein werden, noch bevor sie es zurück ins Bett geschafft hat. Und neben ihr liegt Hans, seelenruhig. Er schläft, während über ihm der Teufel los ist. Siebenschläfer sind nachtaktiv. Eine Eigenschaft, die auf Hans leider nicht zutrifft. Gern wäre sie heute mit ihm nach Brüssel gefahren, sie wäre neugierig gewesen auf die Premiere einer Tanz-Performance im Kaaitheater.
Über ihr macht es: Tripp, trapp, tripp, trapp. Immer lauter.
Sie versucht, an die Fotos zu denken, die sie im Internet gefunden hat. Ein Siebenschläfer ist ein niedliches Tier. Wie eine Maus mit Eichhörnchenschwanz und großen dunklen Augen.
„Du meinst, eine Maus mit Basedowscher Krankheit“, sagte Hans scherzhaft, als sie ihm die Fotos zeigte.
Tripp, trapp, tripp.
Ruhe, immer mit der Ruhe, sagt sie sich. Einem derart niedlichen Tier darf man nicht böse sein. Sie ist Mitglied bei Greenpeace. Sie ist tierlieb. Was soll schon passieren. Ihre kleine Sammlung mit Drucken der Avantgarde, die sich oben auf dem Dachboden befand, hat sie zur Sicherheit ins Arbeitszimmer gebracht. Doch muss sie jetzt hören, wie über ihr auf dem Dachboden etwas
umgeworfen wird. Möglicherweise ihr Reisekoffer. Hoffentlich knabbert das Tier kein Loch hinein.
Und erneut
          ist
                    etwas
                                  umgefallen.

Dann ist es kurz still. Das Tier scheint sich erschrocken zu haben. Jetzt hört sie, wie es sich ganz vorsichtig über den Boden pirscht. Niedlich mag es ja sein, trotzdem ist es ein Eindringling. Es raubt ihr zwar keine Gegenstände, aber den Schlaf. Und es raubt ihr vor allem das Gefühl, Herrin im eigenen Haus zu sein. Dabei ging es doch genau darum. Ein eigenes Haus, in dem alles nach ihren
Plänen läuft. Mit wie viel Mühe sie alles saniert hat. Denn das Haus war, als sie es erwarb, ziemlich heruntergekommen. Deshalb war es überhaupt bezahlbar. Eigenhändig hat sie sämtliche Türrahmen abgeschliffen. Hat den Fußboden erneuert. Die Küche rausgerissen und für viel Geld eine neue einbauen lassen. Hier ist nichts, was sie nicht genau so wollte. Hier hat sie alles unter Kontrolle.
So dachte sie. Ihr Rückzugsort.
Das Tier rennt
               hin            und                her,
schert sich weder um ihren Frieden noch um ihren Besitz.
Sie fühlt sich machtlos. Sie fühlt sich ausgeliefert. Nicht nur ihr Haus, auch ihre Gedanken sind besetzt von dem Tier. Sie kann sich kaum noch auf anderes konzentrieren. Und dabei müsste sie doch. Sie hat viele Aufträge angenommen, das bedeutet: viele Texte, die sie übersetzen soll, denn sie muss Geld verdienen, das Haus zahlt sich nicht von alleine ab. Wehe, ihr passieren dicke Schnitzer.
Die Gefahr ist groß. Mit Fehlern kann sie nicht umgehen. Fehler dürfen nicht passieren. Und
ausgerechnet über ihr herrscht Anarchie.
„Entspann dich doch“, sagte Hans gestern zu ihr, „spätestens ab September
hast du Ruhe. Dann hält dein Gast Winterschlaf.“

Hans hat gut reden. Sein Eigentum wird ja nicht bedroht. Ihm werden keine Löcher in die teure Dämmung gefressen, mit der sie den Dachboden im letzten Jahr verkleiden ließ. Wer wie er nichts hat, muss sich auch nicht fürchten. Künstler aus Berlin. Lebt dort in seinem Kreuzberger Ein-Raum-Loch. Macht es sich, wenn er hier ist, bequem in ihrem Boxspringbett. Jedes Wochenende taucht er auf, Billigflug, und frisst sich durch, plündert sie aus. Nicht mehr lange, und er zieht, wenn sie nichts dagegen unternimmt, komplett bei ihr ein. Über ihr tobt das Tier.

 

 

Als sie Hans zum ersten Mal traf, vor drei Monaten, hielt sie ihn für interessant. In Berlin war das gewesen, Volksbühne. Ein experimentelles Theaterstück, das sie übersetzt hatte, lief dort auf der kleinen Bühne, im roten Salon. Während der Party, die im Anschluss stattfand, redete er lauter dummes Zeug. Aber sie fand ihn dennoch attraktiv. Seine großen Augen. Seine Kraft der Verdrängung. Seine Borniertheit. Und sie fand die Frage interessant, wie er wohl eigentlich sei.
Hinter der plumpen Fassade. Nicht wirklich anders. Für innovative Kunst interessiert er sich nicht. Und er hält Flämisch immer noch für einen deutschen Dialekt. Aber nicht nur für Sprachen fehlt ihm das Gefühl. Als er dieses Wochenende bei ihr auftauchte, hatte er eine Überraschung vorbereitet. Eine ziemlich dumme. Er hatte einen Sylvester-Böller dabei, den wollte er allen Ernstes in ihrem Wohnzimmer zünden. Um unser Wiedersehen zu feiern, sagte er. Sie konnte es gerade noch verhindern. An Belgien gefällt ihm vor allem das Bier. An ihm liegt es. Schuld hat er. Denn sie hat ihm gesagt, er soll die Tür zum Hof unbedingt geschlossen halten. Und sie hat es ihm auf Deutsch gesagt, nicht auf Flämisch oder Französisch, was er beides nicht versteht, auch nicht auf Englisch, wovon er wenigstens ein paar Brocken drauf hat, sondern in seiner Sprache, daran kann es also nicht gelegen haben. Doch die Tür hat er natürlich nicht geschlossen. Bestimmt ist das Tier deshalb wieder zurück.

 

Hans ist da, und das Tier ist da. Wer von beiden die größere Last bedeutet, könnte sie in diesem Augenblick nicht sagen. Von beiden fühlt sie sich bedrängt. Beide kommen ihr zu nah. Sie will sie loswerden. Am liebsten jetzt sofort. Mit Hans würde sie den Anfang machen. Ihm einfach das Kissen aufs Gesicht drücken. Eine Idee, die ihr kurz perfekt erscheint. Im nächsten Moment hält sie
die Idee jedoch für den Beweis, dass sie endlich schlafen müsste. Sonst dreht sie wirklich durch. Und irgendwann läge hier ja doch der Nächste, denn die dumme Sehnsucht lässt sich nicht ersticken. Und mit dem Nächsten wäre alles ganz genauso. Gestern fragte er, ob die Geräusche nicht vielleicht nur ihre Einbildung seien. Sie erinnerte ihn an die Beweise, an das Mehl mit den Pfotenabdrücken, verschwieg aber, dass es sich bei den Pfotenabdrücken eventuell auch bloß um Verwehungen handeln könnte, denn wenn man die Klappe zum Dachboden öffnet, herrscht oft Durchzug. Aber was sollte überhaupt diese Frage von ihm? Warum muss sie sich in
ihrem Haus rechtfertigen? Das Tier trampelt herum, genau jetzt, über ihr,
      laut                           und                       wild,
und das bildet sie sich ganz bestimmt nicht ein. Sie fühlt sich hilflos. Sie fühlt sich einsam.
Sie muss schlafen, denn in vier Tagen steht ihr eine wichtige Abgabe bevor. Die Übersetzung eines Textes der frühen Moderne. Ein avantgardistischer Text, der bürgerliches Denken kritisiert. Auf solche Texte ist sie spezialisiert.


Boven haar hoofd

Vertaling door Charlotte van Rooden

 

Eigenlijk heeft ze er gewoon op liggen wachten. Wakker gelegen en gewacht. In slaap vallen kan ze immers niet. En naast haar ligt Hans en die hoort weer eens niets. Hij slaapt met een jaloersmakende vanzelfsprekendheid, in Duitse dufheid, terwijl zij dankzij haar fijngevoeligheid de allerzwakste geluidjes seismografisch registreert, een fijngevoeligheid die ze voor zichzelf vanuit haar Belgische meertaligheid verklaart: zij heeft oor voor een rits talen, Hans alleen voor zijn eigen. Daar hebben we het al. Boven haar, op zolder. Ze vermoedde het al.

Triptrap.

Precies daar heeft ze op gewacht. Ze kijkt op het digitale schermpje van de wekker die op haar nachtkastje staat. Half drie.

Een inbreker is het niet. Daar was ze wel van uitgegaan toen ze de geluiden voor het eerst hoorde, een paar weken geleden. Als verlamd lag ze op bed en luisterde, dertig minuten, veertig, misschien langer, triptrap, toen was het weer stil.

‘Waarom zou een inbreker hier naar boven komen?’ vroeg Hans, terwijl hij de volgende ochtend samen met haar de zolder inspecteerde.

Toen de geluiden vervolgens meerdere nachten achter elkaar terugkwamen, geloofde ze niet langer in de inbrekerstheorie, want welke inbreker komt zo vaak terug naar de plaats delict? En bovendien: welke inbreker neemt niets mee, maar rommelt telkens slechts een beetje door de spullen die zij boven op zolder bewaart?

Ze deed onderzoek op internet. En toen Hans weer in Berlijn was, want hij kwam altijd alleen in het weekend naar haar toe in Antwerpen, kon ze hem aan de telefoon een onderzoeksresultaat presenteren: ‘Een glis glis.’

‘Een wat?’

‘Een zevenslaper.’

‘Hoe weet je dat?’

‘Ik heb met meel gestrooid en daar kleine pootafdrukken in ontdekt.’

‘Slim. En nu?’

‘Nu kan ik een niet-dodelijke val regelen, hem vangen en dan ergens loslaten, ver weg van hier.’

‘Klinkt omslachtig. Is doden niet een stuk simpeler?’

‘Of ik kan hopen dat hij uit zichzelf de aftocht blaast.’

‘Is dat een mogelijkheid?’

‘Absoluut.’

Dat had ze in elk geval gelezen. En het geluk leek werkelijk aan haar kant te staan. De daaropvolgende nachten had ze rust. Dus zag ze af van een val.

 

 

Pas nu het weer weekend is, begint het spektakel opnieuw. Ironisch dat een dier dat slaap in de naam heeft, die van haar juist afpakt.

Boven haar hoofd hoort ze dat kleine beest, op zolder roert het zich. Naar boven gaan om die verdomde kwelduivel te verdrijven, heeft weinig zin. Zulke pogingen had ze al in eerdere nachten ondernomen, iedere keer tevergeefs. Haar tegenstander is namelijk klein en kan zich goed verstoppen, zodat die geluiden weer terug zullen zijn nog voordat ze haar bed weer heeft gehaald. En naast haar ligt Hans, doodkalm. Hij slaapt terwijl boven hem de beer los is. Zevenslapers zijn nachtdieren. Een eigenschap die Hans helaas niet gegeven is. Ze was graag vandaag met hem naar Brussel gereisd, ze was nieuwsgierig geweest naar de première van een dansvoorstelling in het Kaaitheater.

Boven haar klinkt: triptrap, triptrap. Steeds luider.

Ze probeert te denken aan de foto’s die ze op internet heeft gevonden. Een zevenslaper is een aandoenlijk dier. Net een muis met eekhoorntjesstaart en grote, donkere ogen.

‘Je bedoelt een muis met de ziekte van Basedow,’ zei Hans spottend, toen ze hem de foto’s liet zien.

Triptraptrip.

Kalm, blijf kalm, denkt ze. Op een dergelijk aandoenlijk dier mag je niet boos zijn. Ze is donateur van Greenpeace. Ze is een dierenvriend. Wat kan er nou gebeuren. Haar kleine verzameling avant-garde-edities die op zolder lag heeft ze voor de zekerheid naar de werkkamer verplaatst. Toch moet ze nu horen hoe er boven haar op zolder iets omver wordt gegooid. Misschien haar koffer. Hopelijk knabbelt dat dier er geen gat in.

En opnieuw

                                     is

                                                            er

                                                                           iets

                                                                                                    omgevallen.

Dan is het eventjes stil. Het dier lijkt ergens van geschrokken te zijn. Nu hoort ze hoe het heel voorzichtig over de vloer sluipt. Hij mag dan wel aandoenlijk zijn, een indringer is het net zo goed. Hij rooft weliswaar geen voorwerpen van haar, maar wel haar slaap. En hij berooft haar vooral van het gevoel baas in eigen huis te zijn. Terwijl het daar toch juist om ging. Een eigen huis waarin alles volgens plan verloopt. Haar plan. Met hoeveel moeite ze alles wel niet heeft opgeknapt. Het huis was toen ze het kocht behoorlijk verkrot. Daarom kon ze het ook betalen. Eigenhandig heeft ze elk deurkozijn staan schuren. Een nieuwe vloer gelegd. De keuken eruit gesloopt en voor veel geld een nieuwe laten inbouwen. Hier is niets wat ze niet precies zo heeft gewild. Hier heeft ze alles onder controle. Dat dacht ze. Haar toevluchtsoord.

Het dier rent
heen                                            en                                          weer,

trekt zich niets aan van haar rust of van haar bezittingen.

Ze voelt zich machteloos. Ze voelt zich uitgeleverd. Niet alleen haar huis, ook haar gedachten zijn door het dier bezet. Ze kan zich amper nog ergens anders op concentreren. En dat terwijl dat wel moet. Ze heeft veel opdrachten aangenomen, oftewel: veel teksten die ze moet vertalen, want ze moet geld verdienen, het huis lost zich niet vanzelf af. O wee dat ze een flater zou slaan. Het gevaar is groot.

Met fouten kan ze niet omgaan. Fouten mogen niet gebeuren. En uitgerekend boven haar heerst anarchie.

‘Ontspan je,’ zei Hans gisteren tegen haar. ‘Uiterlijk vanaf september heb je rust. Dan houdt je gast winterslaap.’

Hans heeft makkelijk praten. Zijn eigendom wordt immers niet bedreigd. Bij hem worden er geen gaatjes in de dure isolatie gevreten, waar zij vorig jaar haar zolder mee heeft laten bekleden. Wie zoals hij niets heeft, heeft niets te vrezen. Kunstenaar uit Berlijn. Woont daar in zijn Kreuzbergse eenkamerhol. Maakt het zich, als hij hier is, gemakkelijk in haar boxspring. Elk weekend komt hij opdagen, budgetvlucht, propt zich vol, plukt haar kaal. Het duurt niet lang meer of hij trekt, als zij daar niets tegen doet, volledig bij haar in.

En boven haar raast dat dier.

 

Toen ze Hans drie maanden geleden voor het eerst ontmoette, leek hij haar interessant. Dat was in Berlijn, bij de Volksbühne. Een experimenteel theaterstuk dat zij had vertaald, speelde daar in de kleine zaal, de rode salon. Tijdens de borrel achteraf kraamde hij niets dan domme onzin uit. En toch vond ze hem aantrekkelijk. Zijn grote ogen. Zijn vermogen tot verdringen. Zijn kleingeestigheid. En haar interesseerde de vraag hoe hij werkelijk was. Achter die onbehouwen façade.

Niet werkelijk anders.

Innovatieve kunst interesseert hem niet. En hij beschouwt het Vlaams nog altijd als een Duits dialect. Maar niet alleen voor talen heeft hij geen gevoel. Toen hij dit weekend bij haar opdook, had hij een verrassing voorbereid. Een behoorlijk domme verrassing. Hij had een vuurwerkbom meegenomen, die wilde hij in alle ernst in haar woonkamer afsteken. Om ons weerzien te vieren, zei hij. Ze kon er nog net een stokje voor steken.

Wat België betreft kan hij vooral het bier waarderen.

Aan hem ligt het. Zijn schuld is het. Ze zei nog zo dat hij de deur naar de binnenplaats beslist dicht moest houden. En ze zei het in het Duits, niet in het Vlaams of Frans, wat hij geen van beide verstaat, ook niet in het Engels, waar hij tenminste nog een mondje van spreekt, maar in zijn taal – daar kan het dus niet aan gelegen hebben. Toch heeft hij de deur natuurlijk niet dichtgedaan. Dat is beslist de reden dat het dier weer terug is.

 

Hans is er, en het dier is er. Wie van die twee haar de grootste last bezorgt, zou ze op dit moment niet kunnen zeggen. Door allebei voelt ze zich in het nauw gedreven. Allebei komen ze te dichtbij. Ze wil van hen af. Het liefst meteen. Om te beginnen met Hans. Ze zou simpelweg het kussen in zijn gezicht drukken. Een idee dat haar even perfect lijkt. Het volgende moment beschouwt ze het eerder als het bewijs dat ze nu eindelijk moet slapen. Anders draait ze straks nog door.

En op een gegeven moment zou hier dan toch weer de volgende liggen, want dat domme verlangen is niet te smoren. En met de volgende zou het precies zo gaan.

Gisteren vroeg hij of zij zich de geluiden misschien niet gewoon inbeeldt. Ze bracht hem het bewijs in herinnering, het meel met de pootafdrukken, maar verzweeg dat er bij die pootafdrukken wellicht ook wel sprake kon zijn van warreling, want als je het luik naar de zolder opent, staat er vaak tocht.

Maar wat moest dat met die vraag van hem? Waarom moet zij zich in haar huis verantwoorden? Dat dier trappelt daar rond, op ditzelfde ogenblik, boven haar,

luid                               en                                                  wild,

en dat beeldt ze zich zeer zeker niet in.

Ze voelt zich hulpeloos. Ze voelt zich eenzaam.

Ze moet slapen, want over vier dagen heeft ze een belangrijke deadline. De vertaling van een vroeg modernistische tekst. Een avantgardistische tekst die burgerlijk denken bekritiseert. In zulke teksten is ze gespecialiseerd.


Marc Lunghuß

Marc Lunghuß, born in 1974, lives in Berlin. He studied Philosophy and German Philology in Heidelberg and Berlin. As a theatre director, he has staged plays in various cities including Stuttgart,
Frankfurt a.M., Leipzig, and Bochum. As an author, he has published stories and short prose pieces in literary magazines and anthologies. 2018 he was invited to the writers' workshop at the Literarische
Colloquium Berlin, in 2020 he received the artist fellowship of the state Niedersachsen and took up a residency at Künstlerhäuser Worpswede, in 2021 he received the Akademie der Künste ́s INITIAL Special Grant.

 

Marc Lunghuß, geb. 1974, lebt in Berlin. Studium der Philosophie und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Als Regisseur Theaterinszenierungen in Stuttgart, Frankfurt a.M., Leipzig, Bochum u.a., als Autor Veröffentlichungen von Kurzprosa und Erzählungen in Literaturzeitschriften und Anthologien.
2018 Stipendiat der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin, 2020 Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen, Aufenthaltsstipendium in den Künstlerhäusern Worpswede, 2021 INITIAL-Sonderstipendium der Akademie der Künste.

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